Die bunte Welt des Dr. Wilfried Sauer




Der Ziellose erleidet sein Schicksal,
der Zielbewußte gestaltet es.

Marcus Tullius Cicero
(106 - 43 v. Chr.)

Praxisräume von Dr. Wilfried Sauer

 



BERUFLICHES

Wie schon erwähnt, hatten wir als Studenten in der Nähe von Ebersberg ein Bauernhaus und auch ein paar Freunde, so dass ich mir eingebildet hatte, ich müsste unbedingt nach Ebersberg gehen, um mich dort niederzulassen. Anfänglich hatte ich nämlich eine richtig gute Gelegenheit in Unterschleißheim direkt am Bahnhof zu absolut guten Konditionen. Die Praxis habe ich aber dann nicht übernommen, weil mir Ebersberg so verlockend erschien. Das war dann eine eigentlich miserable kleine Klitsche, die in jeder Beziehung den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen würde. Die räumliche Insuffizienz hatte ich durch ständige Präsenz und großem Fleiß wieder wettzumachen, was mir auch gut gelungen ist. Die Praxis war nach ganz kurzer Zeit wieder das, was sie einmal ursprünglich war, nämlich orthopädischer Mittelpunkt im Landkreis. Aber ich habe auch jeden Tag von 7.00 Uhr bis meistens 2o.oo Uhr ohne Punkt und Komma gearbeitet und dazu noch den EHC betreut. Das war schon anstrengend. Ich muss dazu sagen, dass in die gleiche Zeit auch die Gründung meiner Familie fiel. Da kam dann ein Kind nach dem anderen, z.B. mein zweitjüngster Sohn 2 Wochen, bevor ich mich niedergelassen habe, so dass es mir in dieser Zeit nicht richtig langweilig wurde.

Nach 6 Jahren war es dann so weit, dass ich die Praxis um meinen Kollegen Dr. Haller erweitern konnte, mit dem ich mich auch in jeder Beziehung wirklich gut verstanden hatte. Die Erweiterung wurde dann gleichzeitig genutzt, um mit der Praxis in den Klosterbauhof umzuziehen. Das war natürlich ein gefundenes Fressen, weil ich ja gerne leere Räume ausbaue und Konzepte entwickle und so fort. Da konnte ich mich austoben. Ich muss sagen, dass dies auch bis auf den heutigen Tag manierlich ausschaut und das Grundkonzept kein schlechtes war. Auf jeden Fall war die Praxis viel viel größer und wurde dann abermals erweitert durch das Ganzkörper-Kernspin, was wir als erste Orthop. Praxis in Deutschland angeschafft hatten. Es kam dann noch ein Kollege hinzu, Dr. Kovacs, und schließlich und endlich wurde dann der Arztsitz in Grafing frei, weil die Konkurrenz durch unsere Praxis ganz offensichtlich erdrückend war. Der Arztsitz wurde gekauft und mit dem Dr. Remiger besetzt.

Wir waren dann doch schon reichlich viele Doktoren und ich war natürlich gewöhnt, dass ich uneingeschränkter Chef bin, was aufgrund der Teilung in 4 gleiche Teile nicht mehr so richtig der Fall war. Zu gut Deutsch, diese hohe Einbuße an persönlicher Freiheit war nicht das Meine, so dass ich mich entschlossen hatte, das zu tun, was ich eigentlich schon wesentlich früher tun wollte, nämlich nach Grafing zu gehen und dort neu anzufangen.

Das habe ich dann auch getan und im Jahr 2005 sowohl die Bande nach Ebersberg gelöst als auch die neue Praxis in Grafing erstellt als auch ein Haus gebaut, in dem ich mich bis auf den heutigen Tag in Dichau außerordentlich wohl fühle. Ich muss sagen, das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich das Gefühl habe, an einem Ort angekommen zu sein, der mich bis zu meinem Ende sieht. Auch hier wurde die Praxis ausgebaut. Es kam ein ganzes Stockwerk hinzu, was bis heute immerhin auch 450 qm sind. Es wurde ein Kernspin installiert, und die Praxis hat wie auch die Praxis in Ebersberg so zugenommen, dass man in beiden Fällen von einem florierendem Unternehmen sprechen kann.

Auch hier musste ich mich ergänzen. Das geschah durch Dr. Balensiefen, Dr. Diehl sowie Dr. Richter, und die Entscheidung war diesmal eine sehr, sehr gute, weil ich auch aus den ersten Erfahrungen von Ebersberg gelernt habe. Ich bin sehr glücklich mit der jetzigen Verbindung.

Eines wollte ich noch wissen: Wie sieht die ideale Praxis aus? Ich habe ja – mit Unterschleißheim eingerechnet – insgesamt 5 Praxen aufgebaut und umgebaut und habe mir eingebildet, dass ich da auch eine Erfahrung und Routine habe und auf was ich achten muß. Ich wollte einfach die ideale Praxis bauen. Der Hintergedanke war so: mein erstes Auto war ein DS 19 Citroen gewesen, das war ein geniales Auto, allerdings ziemlich unzuverlässig, aber immerhin genial, und das Auto war seiner Zeit so weit voraus, dass ich mich immer noch frage, warum Citroen den DS 19 nicht einfach nachbaut. Das Auto wäre auch heute noch den jetzigen Modellen um Jahrzehnte voraus. Ich wollte die optimale, ultimative Praxis bauen und habe nach langem Überlegen mich für den Standort Haar im Hochhaus 11. Stock entschieden. Ich glaube, die Praxis hat Ultimatives. Und ich glaube auch, dass ich mit meiner Einschätzung, dass man in 20 Jahren sagen wird, dass diese Praxis vom Konzept her immer noch moderner ist als 80 % der dann existierenden Praxen in München, nicht falsch liege.